Hochbegabung

Umgangssprachlich wird der Begriff Hochbegabung hauptsächlich für Personen verwendet, die in einem bestimmten Bereich hohe Leistungen erzielen, zB MusikerInnen, SchachspielerInnen, usw. Wissenschaftlich jedoch bezeichnet der Begriff Hochbegabung Menschen, die einen besonders hohen IQ haben.

Wenn ein Kind sich darüber beklagt, dass die anderen in der Schule einfach nur blöd sind, dann ist es vielleicht vorlaut oder faul oder einfach überfordert. Vielleicht kann es sich aber auch nur nicht anders ausdrücken und versteht tatsächlich mehr und schneller als die anderen. Neben ADHS und Legasthenie, Lernstörungen und Disziplinlosigkeit könnte auch eine überdurchschnittliche Intelligenz für Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern die Ursache sein.

Das eigentliche Drama fängt meistens an, wenn die Kinder in die Schule kommen. Lesen und rechnen, kein Problem. Nach wenigen Wochen ist der Jahresstoff intus. Dann wird es langweilig: üben, üben, üben - der Horror für Hochbegabte. Die Pflichtschulzeit ist für viele Hochbegabte eine Leidenszeit. Sie fühlen sich unterfordert.

Was ist Hochbegabung

Hochbegabung bezeichnet in der Psychologie ein deutlich über dem Durchschnitt liegendes Maß an intellektueller Begabung. Als hochbegabt gelten (im wissenschaftlichen Sinne) alle Menschen, die in einem Intelligenztest einen IQ erreichen, der nur von 2 % der Gesamtbevölkerung erreicht wird. Intelligenztests sind meist so geeicht, dass dies entweder einem Wert von 130, 132 oder 145 entspricht.

Bei Kindern kann sich Hochbegabung schon im Kleinkindalter durch die Ausprägung bestimmter Fähigkeiten zeigen. Diese Kinder zeichnen sich durch sehr früh entwickelte, weit überdurchschnittliche Fähigkeiten und Interessen aus, durch die sie Gleichaltrigen oft beträchtlich voraus sind. Dies kann den logisch-mathematischen, den sprachlichen, den musikalischen, den bildnerisch-künstlerischen, den sportlichen oder den sozialen Bereich - manchmal auch mehrere dieser Bereiche gleichzeitig - betreffen.

Quelle: Wiener Bildungsserver